Mittwoch, 6. November 2019

Historisches über toxische Metalle

Die toxischen Wirkungen von Schwermetallen sind seit Jahrtausenden hinlänglich bekannt. Der Mensch verarbeitet Kupfer seit über 10 000 Jahren, Blei, Arsen und Antimon seit der frühen Bronzezeit. Schon die Etrusker bauten Quecksilber ab.


Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung
Toxikologie von Quecksilber, Marco Steinhausen, 03.07.2013

Plinius der Jüngere (1 Jh. n. Chr.): berichtet über kranke Sklaven in Quecksilberminen
• Hutmachersyndrom (18. Jh.): Quecksilbernitrat zum Aushärten von Biberfilz
• Leuchtturmwärter (19. Jh.): quecksilbergelagerte Drehfeuer
• Beginn des 18. Jh.: Spiegelbeleger
• 700 v. Chr. bis heute: Goldgewinnung (Amalgamation) – small-scale gold miners
• „1. Berufskrankheiten-Verordnung“ 1925 Erkrankungen durch Blei, Phosphor, Quecksilber, Arsen, Benzol, Nitro- und Aminoverbindungen, Schwefelkohlenwasserstoff und Erkrankungen an Hautkrebs durch Ruß, Paraffin, Teer, Anthrazen, Pech oder verwandte Stoffe.
• 1996: Tod von Prof. Karen Wetterhahn (Dartmouth College, New Hampshire). Sie verschüttete einige Tropfen (ca. 0,1 – 0,5 ml) Dimethylquecksilber über ihren Latex- „Schutz”-Handschuh.
https://www.dguv.de/medien/ifa/de/vera/2013_saet_gefahrstoffe/11_steinhausen.pdf


Quecksilber bei den Wikingern
Die Wikinger verwendeten Quecksilber bei der Goldverarbeitung. Ebenso Blei. Wikinger-Museum in Schleswig.


Blei in Rom
Die Schwermetallgeschichte des alten Rom - Blei im Sediment des Hafens von Ostia
http://www.spektrum.de/news/die-schwermetallgeschichte-des-alten-rom/1497871


Arsen in Rom
Die Giftigkeit arsenhaltiger Stoffgemische war schon vor 2500 Jahren bekannt. Dioskourides, Leibarzt am Hofe Neros, beschrieb im 1. Jahrhundert nach Christus die Wirkungen von Arsen. Albertus Magnus soll um 1250 durch Reduktion von Arsenik mit Kohle das Element Arsen hergestellt haben. 1638 erkannte Agricola den arsenhaltigen Charakter des "weißen Gifts", wie Arsentrioxid genannt wurde, das bei der thermischen Zersetzung arsenhaltiger Mineralien und Erze entstand. Doch erst im letzten Jahrhundert begann die mechanistische Aufklärung der biologischen Wirkungen des Arsens. In dieser Zeit wurden Arsenverbindungen als Pestizide, Pflanzen- und Holzschutzmittel eingesetzt. Auch als Heilmittel haben Arsenikalien besonders in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts eine gewisse Bedeutung erlangt. Einige von ihnen sind heute noch zugelassen.
... Der klassische Giftmord wird im Kriminalroman mit Arsen verübt.
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=medizin1_43_2004


Athen 
" ... schon Platon ( * 428/427 v. Chr. in Athen oder Aigina; † 348/347 v. Chr. in Athen) hatte sich seinerzeit im Kriton gefragt, ob die Ärzte mehr zum Geldverdienen oder zum Behandeln da seien ..."
(Der große Gesundheits-Konz, Seite 25) Eine klare Kritik an den Giften, die sie verwendeten.


Ägyptische Ärzte als Giftmischer
"Die ägyptischen Ärzte behandelten bereits früh mit allerlei möglichen Giften. Und die dann von Brechreiz und Halluzinationen heimgesuchten Patienten nahmen an, dass es sich um einen Teil des Heilungsprozesses handelte, während sie in Wirklichkeit immer schwächer wurden ... . Denn die Gifte der ägyptischen Ärzte waren Kupfer(Malachit), Alabasterpulver, Staub von mumifizierten Leichen, Bleiglanz, Ruß, Magnesium, Schwefel, Salpeter, Vitriol und giftiger Spießglanz (Antimon). 
(Der große Gesundheits-Konz, Seite 47)


Blei in Rom
Schon der römische Autor Vitruv hielt die Verwendung von Blei für Trinkwasserrohre für gesundheitsschädlich, er empfahl, nach Möglichkeit Tonrohre zu verwenden.


Die Gundelrebe/Gundermann in der Antike 
Die Gundelrebe fand große Verwendung in der Klostermedizin. Da sie so stark heilkräftig war, beschlossen die Mönche, dass das Kraut einen männlichen Namen bekommen sollte und nannten ihn fortan Gundermann.
"...weil ihr Grün nützlich ist, so dass ein Mensch, der matt ist und dem die Vernunft entschwindet, mit erwärmten Wasser baden und Gundelrebe in Mus oder in Suppen kochen will und er esse sie entweder mit Fleisch oder mit Chucheln und sie wird ihm helfen, ... In der Volksheilkunde war die Gundelrebe folgend eine der gebräuchlichsten Heilpflanzen. ... Blutarmut, Bleichsucht, Unterleibsstockungen und Skofulose beschrieben. Eine Abkochung oder frischer Gundelrebensaft in Salben vermengt wurde auf schlecht heilende Wunden und Geschwüre aufgebracht. ... Für äusserlichen Behandlung von Eiterbeulen und Geschwüren wird traditionell Gundelrebentee mit Schafgarbe vermischt. Die so erhaltene Mischung nutzte man für Waschungen und als Auflage. ...
Gundelrebenschnupftabak
Gundelrebenschnupftabak wird als hilfreich bei Kopfschmerzen beschrieben. Dazu wird das Gundelrebenkraut im Schatten getrocknet und anschliessend zu feinen Pulver vermahlen. Das so erhaltene Gundelrebenpulver wird bei Kopfschmerzen in die Nase gezogen. Oertel empfiehlt statt des Pulvers, Gundelrebensaft."
Gundelrebenkraut (Glechomae herba) nach dem Deutschen Arzneimittel Codex (DAC 2013)
https://antik.news/83-gundelrebe/


Grünspan
Man weiß auch schon lange über die toxischen Wirkungen des Kupferoxids (Grünspan) Bescheid.


Slowenische Stadt Idrija
Als eines der historisch bekanntesten Beispiele für chronische Vergiftung mit Quecksilber gilt die slowenische Stadt Idrija, wo sich bis zur Schließung in den 1970er Jahren die weltweit zweitgrößte Quecksilbermine befand. Bereits früh musste am Ort eine Nervenheilanstalt errichtet werden, da die gesundheitsschädigenden Auswirkungen des Quecksilbers das Nervensystem vieler Arbeiter angriff. Schon der berühmte Arzt Paracelsus berichtete im Jahre 1527 von der kranken Bevölkerung: „Seht ein Beispiel in Idria; all die da wohnen sind krumm und lahm.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Quecksilbervergiftung


Paracelsus als Giftmischer zur Kundenakquise
"Die Medizin des Mittelalters wurde stark gepräft durch den "Canon des Avicenna". Dem gewaltätigen und kriegerischen Denken des Islam in der Religion entsprach auch die Behandlung in der Medizin. Man führte alsbald die Schwefelsäure, das Glaubersalz, Ätzkali, das Aalmiak und das Sublimat, das rote Präzipitat, das Königswasser und die Salpetersäure in die Krankenbehandlung ein. Paracelsus war übrigens auch einer von den Medizinern - arabische Ärzte hatten damit angefangen - der mit den Giftigen Metallen Quecksilber, Wismut, Anitmon, Kupfervitriol, Arsen, Blei und ihren Verbindungen ... behandelte. Mit dieser Bauernschläue hatte er erkannt, dass nach einer solchen Behandlung die Patienten immer weiter zu ihm kommen mussten. Weil sie dann an den Folgen der ihnen verordneten giftigen Mittel litten ... (Der große Gesundheits-Konz, Seite 24)


Mit Quecksilber gegen Syphilis
"Als sich im 15. Jh. die Syphilis in Europa ausbreitete, ....
Im Jahre 1502 kam dann der Arzt Carpensic auf die Idee, es einmal mit Quecksilbersublimat zu versuchen, ...  Schäden an den Lungen mit Bluthusten, Magenkrämpfe, Erbrechen, Koliken, Durchfälle und Fieberanfälle waren in Kauf zu nehmen.
Natürlich blieb das ohne jeden Erfolg. Trotzdem waren die Bemühungen der Ärzte immer krampfhafter, die Mengen des Giftes immer größer. Bis ihnen schließlich so viele junge Männer unter den Händen wegstarben, dass die Fürsten und Könige befürchteten, eines Tages keine Soldaten mehr für ihre Kriegsspiele zu haben. Weshalb sie endlich jeden Arzt darauf vereidigten, unter keinen Umständen mehr Quecksilber zu verordnen.
Mitte des 19. Jh. konnte der englische Arzt Hutchinson Quecksilber jedoch wieder durch die Hintertüre einbringen: indem er es mit Jodid mischte und es nun für ungefährlich - weil nicht mehr so schnell tödlich wirkend - ausgab. Vor einem heißen Ofen wurden nun die Kranken zweimal täglich damit eingerieben, "bis der Speichel troff", hieß es. Oder sie wurden in einen Ausräucherungsschrank gesperrt und darin den Quecksilberdämpfen ausgesetzt. Nur Geisteskranken wurde eine andere Art der Anwendung zuteil: Man behandelte sie mit einer besonders starken Quecksilberkur, die den Ärmsten Kopfhaut und Schädeldecke wegätzte: "Damit das Hirn darunter mit frischer Luft versorgt werde"! Da jedoch die Pusteln und Blattern aus den Gesichtern nicht verschwinden wollten musste ein anderes zusätzliches Heilmittel ran, ... " usw. usw.
"Man sollte meinen, dass deshalb dieses schreckliche Gift Quecksilber in den tiefsten Tiefen der Erde versenkt worden wäre! Aber Nein! Die Menschen vergessen ja so schnell. Hundert Jahre später wagten es die gerissenene Hasadeure der Medizin erneut, den Menschen Quecksilbervergiftungen beizubringen ... und stopften es als "Amalgam" in die Zahnlöcher der Menschen.
(Der große Gesundheits-Konz, Seite 47)


Reichensteiner Krankheit
Eine chronische Arsenbelastung kann Krankheiten der Haut und Schäden an den Blutgefäßen hervorrufen, was zum Absterben der betroffenen Regionen (Black Foot Disease) sowie zu bösartigen Tumoren der Haut, Lunge, Leber und Harnblase führt. Diese Symptome wurden auch als Reichensteiner Krankheit bezeichnet, nach einem Ort in Schlesien, dessen Trinkwasser durch den Arsenik-Abbau bis zu 0,6 mg Arsen pro Liter enthielt. (Wikipedia)
Vergiftungserscheinungen mit Übelkeit und Verwirrtheit, Abmagern, Depressionen
http://www.chelattherapeuten.com/in/


Der Spiegel berichtet, dass Beethoven an Bleivergiftung starb          Mittwoch, 18.10.2000
Hohe Mengen Blei haben Wissenschaftler bei einer Analyse der Haare Beethovens gefunden. Woher das Schwermetall kommt, bleibt indes unklar. ... Seine Symptome decken sich voll mit der Diagnose einer Bleivergiftung, die das Argonne National Laboratory im US-Staat Illinois und das McCrone Forschungsinstitut in Chicago jetzt übereinstimmend stellten. .... Entgegen den Erwartungen fanden beide Analysen nur verschwindend geringe Spuren von Quecksilber. Damit steht nach Ansicht der Forscher fest, dass Beethoven nicht an Syphilis litt, wie in den vergangenen drei Jahrzehnten in vielen musikhistorischen Dokumenten vermutet worden war. Quecksilberhaltige Salbe wurde lange Zeit gegen Syphilis eingesetzt.


Mozart starb vermutlich an Antimonvergiftung, einem damals gängigen Arzneimittel
http://www.chemie-im-alltag.de/articles/0078/index.html

Antimon - ein Allheilmittel der damaligen Zeit
Wolfgang Amadeus griff oft und gegen all seine Beschwerden, wie Kopfschmerzen, Melancholie oder Depressionen, zu einem im 18. Jahrhundert breit eingesetzten und als „Allheilmittel“ geltenden Medikament: Antimon.
So verabreichte sich der Musiker gern das Brechmittel Kaliumantimontartrat (KSbC4H5O4), welches durch Reaktion von Weinsäure in einem antimonhaltigen Behältnis sogar selbst entstand und nach einem Kater oft Abhilfe versprach. 

Doping am Klavierhocker?  Wissenschaftler der Universität für Bodenkultur Wien fanden im Zahnschmelz des Leichnams W.A.Mozarts stark erhöhte Antimonwerte, weshalb sie vermuten, dass ihm bereits im Kindesalter Antimongaben zu besseren Leistungen verhalfen.

Antimonium tartaricum Deutsche Bezeichnung: Brechweinstein
Stoffart: Mineral
Typische Potenzen: D6 bis D12
Brechweinstein ist ein Weinsäure-Salz. Es liegt in farblos kristalliner Form vor, wird unter Lufteinwirkung weiß. Die Substanz löst starken Brechreiz aus und wurde demzufolge früher als Brechmittel gegeben; bis ins 19. Jahrhundert gehörte der sogenannte "Brechwein" zu den Arzneien, die auf Basis von Brechweinstein hergestellt wurden.
gefunden auf: http://www.apotheke-homoeopathie.de/mittel/antimonium-tartaricum##


Warum starb Mozart so früh?
Die Ärzte Zeitung vom 27.01.2006 berichtet: "Vielleicht gerade wegen seiner Unvoreingenommenheit kommt Köppen zu völlig neuen Schlüssen - und kann sie sogar teilweise belegen: So finden sich offenbar die letzten Noten von Mozarts Hand in der Freimaurerkantate, ... und sind - meinen viele Musikhistoriker - "verzittert, unleserlich und verkritzelt" und damit mögliches Zeichen einer Quecksilber-Intoxikation.
Die hat sich Mozart offenbar durch die Therapie einer im Frühjahr 1791 akquirierten Lues zugezogen: Augenzeugen berichten übereinstimmend, er habe bei seinem damaligen Aufenthalt in Prag ständig "mediciniert" (offenbar eine Salbenbehandlung gegen den Primäraffekt). Die Therapie, die dann in Wien oral mit dem von van Swieten besorgten Quecksilberchlorid fortgeführt wurde, wurde dann offenbar zu hoch dosiert, was zur irreversiblen Nierenschädigung führt."


Napoleon hat Arsen im Körper
Den Nachweis der giftigen Wirkung von mit Schweinfurter Grün bedruckten Tapeten veröffentlichte erstmals der Merseburger Arzt Carl von Basedow im Jahr 1844. Er zeigte, dass ein bestimmter Pilz (Penicillium brevicaule) aus leimgebundenem Schweinfurter Grün organische Arsenverbindungen freisetzt, die über die Atemluft zu Vergiftungen führen. Lange Zeit wurde über die Todesursache von Napoleon Bonaparte spekuliert, die in einer Arsenvergiftung aus der Tapetenfarbe ihre Begründung finden könnte. ...
1882 wurde Schweinfurter Grün als Farbe in Deutschland verboten, Verbote galten seit 1887 für die Verarbeitung in wässerigen Bindemitteln und in Pastell. Danach wurde es noch als Insektizid und als Schiffsanstrich verwendet. 
Schweinfurter Grün im engeren Sinne wird durch Zusammengießen siedender Lösungen von kristallisiertem Kupferacetat (Grünspan]) und arseniger Säure (Arsen(III)-oxid), hergestellt.
Schweinfurter Grün wurde oft mit Gips, Schwerspat, Blei(II)-sulfat oder Chromgelb gemischt.
Der Name „Schweinfurter Grün“ wurde auch als eine Sammelbezeichnung für alle Grünfarben gebraucht, die als wesentliche Bestandteile Kupfer und Arsenik enthielten. Sie kamen unter einer Vielzahl von Bezeichnungen wie Kaisergrün, Pariser-, Wiener-, Kasseler-, Neuwieder-, Mitis-, Berggrün und Scheelesches Grün in den Handel und unterschieden sich durch ihre Tönungen und die lebhaftere oder mattere Farbe.
Heute wird Arsen in Bremsbelägen verwendet. 


Arsen in der Landwirtschaft
In den USA ließ sich 1868 ein J. P. Wilson die Mischung von einem Teil Paris Green mit zwei Teilen Mineralöl für die Anwendung gegen den Kartoffelkäfer patentieren. Schweinfurter Grün wurde auch in anderen Insektizid-Rezepturen, beispielsweise vermischt mit Holzasche, verwendet. Es war das erste chemische Insektizid, das in großem Umfang angewendet wurde. Mitte der 1890er Jahre wurden in den USA bereits 2.000 Tonnen jährlich verkauft. Um diese Zeit versuchte man dort, Schweinfurter Grün gegen den Schwammspinner einzusetzen, wofür es jedoch ungeeignet war. Bei der Suche nach einem geeigneten Insektizid stellte sich Bleiarsenat als wirksamer heraus. Da es weniger Verbrennungsschäden auf den Blättern hinterließ und dort länger haften blieb, setzte sich Bleiarsenat in den USA als meistverwendetes Insektizid durch.


Schon im Jahre 1896 schrieb Lewin folgendes über Amalgam in seinem Buch
"Lehrbuch der Toxikologie, für Aerzte, Studirende und Apotheker":
Aus Amalgamplomben, zumal aus Kupferamalgamblomben kann sich das Metall in die Mundhöhle hinein verflüchtigen, bzw. In irgendeiner Umwandlungsform, von der Zahnhöhle aus in den Säftebahnen aufgenommen werden und eine chronische Vergiftung erzeugen, die sich,abgesehen von örtlichen Veränderungen, im Munde durch die verschiedensten Organstörungen, besonders durch Ausfallssymptome von normalen Gehirn-und Nervenfunktionen darstellt. Nicht immer gehört zum zustandekommen solcher Störungen eine besondere Empfindlichkeit für Quecksilber. Ich habe schon seit Beginn des Jahrhunderts nicht nur in meinen Vorlesungen gelehrt, sondern die Konsequenzen dieser Erkenntnis an solche Blomben tragenden Menschen bestätigt, die sich an mich wegen dunkler, nervöser Krankheitssymptome gewendet haben. Ich ließ stets solche Plomben entfernen und erziehlte dadurch Heilungen, sogar an Professoren. Außer mir haben auch andere z. B. Speichelfluß, Geschwüre im Munde, Fötor ex ore (Mundgeruch), Diarrhöen auch mit Blut, Fieber, Abgeschlagenheit, Abmagerung, Schwäche u. a. m. bei Trägern von Amalgamplomben, zumal aus Kupferamalgam, gesehen.


Multiple Sklerose
MS tritt erstmals im zweiten Teil des 19. Jahrhunderts auf, parallel zum Durchbruch des Amalgams als Zahnfüllungsmaterial.
In Japan – dort wird seit 1985 kein Amalgam mehr verwendet - und Sibirien - in der ehemaligen UdSSR wurde Amalgam nur selten angewandt - kommt die Krankheit sehr selten vor.
https://www.ralf-kollinger.de/wp/wp-content/uploads/2014/02/Multiple-Sklerose-und-Schwermetalle-ein-%c3%a4rztliches-Gutachten.pdf


Mit Umweltgiften Folgegeschäfte generieren
Warum werden Schwermetalle trotzdem vielfältig verwendet? Die Chemikerin Clara Immerwahr zitiert in ihrer Biografie Herrn Gerit von Leitner den großen Lobbyisten der Chemie Carl Duisberg: "... zufällig haben wir hier einen Aufseher aus der Anilinblaufabrik, der wahrscheinlich infolge Einwirkung des Anilin und seiner Derivate in jahrzehntelanger Beschäftigung an einem nicht operablen Blasensarkom (Krebs) erkrankt ist, jener noch unaufgeklärten Vergiftung, wie sie seit Jahren in den Betrieben aller Anilinfabriken beobachtet wird. Sollte sich dieser Fall, der ganz frisch ist, nicht eventuell zur Behandlung mit Piaselenol eignen? Wir würden den Mann... auf unsere Kosten behandeln lassen". In den Farbenfabriken hatte man gesundheitsschädigende Auslöser, Versuchskaninchen, Forschung und Produktion der aufblühenden Pharmaindustie unter einem Dach.


Arsenmischung Salvarsen als "Heilmittel" von Paul Ehrlich
"1910 gelang Paul Ehrlich, dem Meistergiftmischer der Schulmedizin mit seriösem Anstrich, erstmals die ... wundersame Wandlung ... von Chemie in ein Heilmittel. Er nahm einige weniger schwerwirkende Gifte, mixte sie mit ... Arsen zusammen und gab der Mixtur den ... Namen Salvarsen. Was etwa bedeutet: Der Erlöser höchstselbst macht Dich mit diesem Gift gesund. ... eines der heimtückischten Gifte auf der Welt, das Arsen, womit Könige ihre Rivalen und Jungbauern ihre Alten reihenweise ins Jenseits befördert hatten ... bis man merkte, dass Arsen auch in der Verdünnung ein Gift blieb, an dem die Kranken noch früher als an der (unbehandelt meist harmlosen) Syphilis eingingen." (Der große Gesundheits-Konz, Seite 53)


Tagung der SPD-Bundestagsfraktion "Umweltbelastung und Gesundheit"  in Bonn 
Die SPD hat am 9. Juni 1999 ein sehr gutes Papier geschrieben, schweigt sich in der Öffentlichkeit aber darüber aus. Vor allem die Neurotoxizität der Metalle wird von Politikern, Ärzten und Selbsthilfeorganisationen vehement verleugnet, obwohl in dem SPD-Papier gute Forscher zu Wort kommen. Die Veranstaltung wurde in einen seperaten duftstofffreien Raum übertragen.  http://www.amalgam-informationen.de/dokument/umwelt02.pdf


Arsen im Rennpferd: Fall nach 80 Jahren gelöst
NEU-ISENBURG (dpa). Fast 80 Jahre nach dem mysteriösen Tod des legendären Rennpferds Phar Lap haben Chemiker den Fall jetzt aufgeklärt: Das Pferd starb 1932 an einer Arsenvergiftung, berichten Forscher um Ivan M. Kempson von der Academia Sinica in Taiwan in "Angewandte Chemie". Nach so vielen Jahren sei nicht mehr festzustellen, ob das Pferd vergiftet wurde oder an der Überdosierung eines damals zur Leistungssteigerung verwendeten arsenhaltigen Mittels starb....
"Wir konnten kleine Teile des Balgs und Haare aus der Mähne entnehmen, deren Wurzeln erhalten waren", berichtet Kempson. Im Haar lagern sich viele Substanzen ab, womit auch nach dem Tod zum Beispiel Drogenkonsum nachgewiesen werden kann. In Chicago nahmen Spezialisten die Haare genau unter die Lupe. Dabei wurde nach Angaben von Kempson unter anderem bei jedem der untersuchten Haare in jeweils der gleichen Entfernung von der Wurzel ein deutlich erhöhter Arsengehalt festgestellt. Diese Stelle lag zu Lebzeiten des Pferdes unter der Haut.
"Wenn man die Wachstumsgeschwindigkeit von Pferdehaaren und die Zeitdauer des Stoffwechsels berücksichtigt, dann spricht die Stelle, an der die erhöhte Arsenkonzentration gefunden wurde, dafür, dass das Pferd das Arsen gefressen und metabolisiert haben muss", erläutert Kempson. Auch die Art des gefundenen Arsens untermauere, dass Phar Lap an einer Arsenvergiftung gestorben sei.


Woran starb der Schöpfer von Winnetou?
RADEBEUL.  Eine chronische Schwermetallvergiftung hat den Abenteuerschriftsteller Karl May (1842-1912) wahrscheinlich ins Grab gebracht. In seinen Knochen wurden auffällig hohe Konzentrationen von Blei und Cadmium gefunden, wie die Karl-May-Stiftung in Radebeul (Sachsen) unter Verweis auf ein aktuelles forensisches Gutachten mitteilte.
Hinweise auf krankhafte Veränderungen, Mangelernährung oder Krebs entdeckten die Rechtsmediziner nicht, aber Anzeichen dafür, dass May Blei und Cadmium über lange Zeit aufgenommen haben muss.
Laut Harder war May bei seinem letztem Vortrag am 22. März 1912 in Wien erkältet. „Man mutmaßte eine Lungenentzündung.“ Da der Dichter abgemagert und in sich zusammengesackt war, war auch Lungenkrebs vermutet worden.
https://www.aerztezeitung.de/Panorama/Woran-starb-der-Schoepfer-von-Winnetou-286536.html


Arsen im Haar - wurde Napoleon doch vergiftet?
STRASSBURG (dpa). Seit Jahren anhaltende Spekulationen über eine Vergiftung Napoleons (1769 bis 1821) haben neue Nahrung erhalten. Bislang gingen die meisten Forscher davon aus, daß der Korse an Magenkrebs gestorben sei.
Der elsässische Toxikologe Pascal Kintz hat jetzt aber nach Angaben der internationalen Napoleon-Gesellschaft nicht nur auf der Haaroberfläche, sondern auch im Inneren der Haare Arsen gefunden. Das Gift habe nur durch den Blutkreislauf, also durch Aufnahme über den Magen, in die innere Struktur der Haare eindringen können.
http://www.aerztezeitung.de/panorama/article/359693/arsen-haar-wurde-napoleon-vergiftet.html?sh=39&h=-1556191387
Woran er dann gestorben ist? Bis heute streiten sich die Wissenschaftler darüber, ob die tatsächliche Todesursache doch der Magenkrebs oder die seltsamen „Kuren“ der Ärzte mit u. a. zu hoch dosiertem Quecksilberchlorid waren.
Vor Napoleon vergifteten sich Maler, die die Leuchtkraft des Farbtons schätzten, reihenweise mit dem Schweinfurter Grün. Noch früher, im Mittelalter, wurde der Teufel samt Gefolge gern in Grün dargestellt, sein Reich war angeblich nicht nur rot-schwarz, sondern auch fluoreszierend grün. Darum ließ Hitchcock in seinem Film „Vertigo: Aus dem Reich der Toten“ die Hauptdarstellerin nach ihrer „Wiederauferstehung“ auch aus einem unheimlich grün beleuchteten Bad treten.


Minamata-Krankheit in Japan 1953 - 1960 
Durch Haaranalysen erkannte man, dass diese Krankheit durch Methylquecksilber ausgelöst wurde. Ursache von ein Betrieb, der Kunststoffe mit Hilfe von Quecksilberkatalysatoren herstellte und das Abwasser in die Bucht einleitete. Über die Meerestiere gelangte es in die Menschen.
Buch: Oehlmann und Markert, Humatoxikologie


Massenvergiftung im Irak 1971/72 
Durch methylquecksilberhaltiges Pflanzenschutzmittel. 450 Tote.
Buch: Oehlmann und Markert, Humatoxikologie

Ein weiteres schweres Unglück geschah zu Beginn der siebziger Jahre im Irak. Hier benutzte man zum Brotbacken irrtümlich mit Quecksilber gebeiztes Saatgut. Tausende erkrankten, rund 500 Tote wurden registriert, die wirklichen Zahlen liegen wohl noch deutlich höher. 


Verseuchte Fische in Skandinavien 1970
Fast zur gleichen Zeit entdeckte man in skandinavischen Seen massenweise Fische mit so hohen Quecksilberkonzentrationen, dass der Verzehr gesundheitsschädlich war.
Was man lange nicht verstand: In der Nähe der betroffenen Seen gab es weit und breit keine Fabriken, die mit Quecksilber hantierten. Erst als sich neue Forschungsbereiche wie Umweltchemie und Ökotoxikologie und eine verbesserte Spurenanalytik entwickelt hatten, fand man eine Erklärung. Die Giftfracht war auf dem Luftweg aus der DDR gekommen. Zum Beispiel aus Bitterfeld und dem damaligen "Plaste und Elaste"-Werk Buna in Schkopau.
Über die Atmosphäre, so realisierte man, kann Quecksilber in ferne Gegenden gelangen. Eine Sensation, die zu einer wichtigen Einsicht führte: Verseuchung entsteht eben nicht unbedingt an der Emissionsquelle, also am Kraftwerk oder an einer Fabrik. Quecksilber ist ein globales Thema. Weltweit entstand nun ein Netz von Messstellen. Von der EU finanziert, kümmert sich das GMOS, das Global Mercury Observation System, um die Mobilität des flüssigen Silbers.https://www.zeit.de/2016/03/quecksilber-gefahr-kohlekraftwerke/seite-3


Amazonas Goldwäsche aktuelle Belastung
Die indigenen Arbeiter haben besorgniserregende Quecksilberbelastungen, die eine ähnliche Katastrophe wie in Minamata befürchten lassen.
Buch: Oehlmann und Markert, Humatoxikologie


Der Einsatz von Farbe mit Bestandteilen von Bleiweiß und/oder Bleisulfat war früher üblich. Heute ist die Verwendung dieser bleihaltigen Beschichtungen weitgehend verboten; ausgenommen ist nur die Restaurierung und Unterhaltung von Kunstwerken sowie von historischen Gebäuden. Eine Sanierungspflicht für bestehende bleihaltige Anstriche besteht nicht.