Mittwoch, 19. August 2015

Kupfer schädigt die Zellwände und führt damit den Zelltod herbei

Wissenschaftliche Forschung


  1. IMD Labor Berlin http://www.imd-berlin.de/spezielle-kompetenzen/zahnmedizin/zahnersatzmaterialallergien/ltt.html
  2. Dr. Barthel, Umweltbundesamt
  3. Carité Berlin
  4. Dr. Klinghardt, USA 

Dr. Klinghardt über Kupfer in Tumoren

Kupfer Ansammlung in Krebspatienten ist [bereits] vor länger Zeit festgestellt worden, jedoch nahm man an, sie sei vom Krebs selbst verursacht. Meine Ergebnisse zeigen das Gegenteil, [nämlich] dass Kupfer Ansammlung Tumorwächstum verursacht. Und diese Ansammlung, die keineswegs eine genetische Veranlagung des Patienten ist, kann durch Entfernung kupferhaltiger Wasserleitungen und Zahnmaterialien tatsächlich einfach abgestellt werden. Sofort fallende Kupferwerte erlauben es dem Eisenspiegel in weniger als einer Woche wieder anzusteigen. Augenblicklich kann der Blutaufbau wiederbeginnen. Und mit dem weiter fallenden Kupferspiegel geht auch die Pilzinvasion zurück.
http://www.gesund-im-net.de/handbuch2.htm#bind


Meisinger, Ingenieurleistungen rund um Umwelt, Bau & Gebäudefürsorge

So haben die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE), die Österreichische Gesellschaft für Ernährung (ÖGE), die Schweizerische Gesellschaft für Ernährungsforschung (SGE) sowie die Schweizerische Vereinigung für Ernährung (SVE) im Jahr 2012 gemeinsam "Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr" veröffentlicht. Darin werden u. a. folgende Schätzwerte für eine angemessene Zufuhr von Kupfer angegeben: 1,0 - 1,5 mg/Tag für Kinder ab 7 Jahre sowie Jugendliche und Erwachsene. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass gesundheitliche Störungen bereits schon bei 0,8 mg Kupfer pro Liter Trinkwasser auftreten können. Vor dem v. g. Hintergrund erscheint unser gesetzliche Grenzwert von 2,0 mg aber immer noch zu hoch angesetzt zu sein.
http://www.meisinger-ingenieurleistungen.de/index.php/bauberatung/79-trinkwasserinstallation-rohrleitungsmaterialien-im-vergleich


WikipediaDie toxische Wirkung entsteht dadurch, dass Kupferionen sich an Thiolgruppen von Proteinen binden und Lipide der Zellmembran peroxidieren, was zur Bildung von freien Radikalen führt, welche die DNA und Zellmembranen schädigen. Beim Menschen führt das beispielsweise im Fall von Morbus Wilson (Kupferspeicherkrankheit) zu Schädigungen der Organe mit einem hohen Kupferüberschuss.[30]

Zinkmangel wird häufig durch einen hohen Kupferspiegel verursacht (z. B. bei reichlichem Trinkwassergenuss aus häuslichen Kupferrohrnetzen), da Zink und Kupfer Antagonisten sind.[54]


Das Labor IMD in Berlin hat herausgefunden, dass selbst das Spurenelement Kupfer in zu hoher Dosis die Zellwände zerstören und damit den Zelltod herbeiführen kann. Außerdem wirkt die Kupferspirale empfängnisverhütend, das heißt sie verhindert die Entstehung von Leben. Auch die Bauindustrie verwendet Kupferplatten um die Besiedlung von Hausdächern mit Lebewesen (Pflanzen) zuverlässig zu verhindern. Durch das herauslösen von Kupferionen aus den Kupferplatten durch den Regen verteilt sich das Kupfer über das ganze Dach und tötet alles ab. Kupfervitriol wird in der Landwirtschaft gegen Mehltau eingesetzt, ist also ein Biozid.
Bei Morbus Wilson sammelt sich überschüssiges Kupfer im Gehirn von subkortikalen Kernen. Es kann mit dem Medikament Unithiol ausgeleitet werden. http://live4x.ru/german/articles.php?id=12284
Toxische Wirkungen beim Menschen – Kupfer (I) •
Absorption v. a. im Dünndarm, geringerer Anteil im Magen • Prozentsatz der Absorption nimmt mit steigender Zufuhr ab • Transport in die Leber; dort Speicherung oder Einbau in neusynthetisierte Proteine • Regulation der Homöostase über einen breiten Aufnahmebereich (0,8-5,5 mg/Tag) • Exkretion hauptsächlich über die Galle / Faeces Toxizität ist u.a. abhängig von  Spezies  Zink, Eisen, Molybdän in der Diät  Chemische Verbindung
Wirkungen auf den Körper 
  • gastrointestinale Irritationen, Übelkeit, Erbrechen, Diarrhö • NOAEL 0,0272 mg/kg KG/Tag (Aufnahmemenge ohne gesundheitl. Beeinträchtigung) • minimal risk level 0,01 mg/kg KG/Tag für die Aufnahme mit Trinkwasser zusätzlich zu einer normalen Kupferaufnahme mit der Nahrung (ATSDR 2004) • tödliche orale Dosis 200 mg/kg Körpergewicht (WHO 1993) Toxische Wirkungen beim Menschen – Kupfer (II) Akute Toxizität • NOAEL Mensch 10 mg Kupfer/Tag, Endpunkte Lebereffekte, gastroint. Störungen etc. FNB 2001 • Effekte bei chronischer Überversorgung: gastrointestinale Störungen, Zufuhr 15-75 mg • bei Aufnahme mit Trinkwasser Effekte ab 5-6 mg/Tag  keine Hinweise auf Humankanzerogenität  keine Hinweise auf Reproduktionstoxizität beim Menschen  Kupfer – Toxikologie (III)  Genotoxizität Datenbasis nicht ausreichend  Kanzerogenität • keine Hinweise auf Kanzerogenität im Tierversuch • nur für Kupfer(II)8-hydroxyquinolin IARC Klassifizierung vorhanden: IARC Gruppe 3 (nicht klassifizierbar bezüglich Kanzerogenität für den Menschen)  Reproduktionstoxizität im Tierversuch bei hohen Dosen (12 mg/kg und höher) • Effekte auf Fortpflanzungsorgane (Gewicht/Histologie) • embryotoxische / fötotoxische Wirkung
erst eine chronisch erhöhte Aufnahme von mehr als 5 mg/d (upper intake level, UL, für Erwachsene) kann bei Kupfer zu gastrointestinalen Störungen und Lebertoxizität führen
Ähnlich wie Arsen ist geogenes Fluorid eine der weltweit bedenklichsten chemisch-toxischen Noxen im Trinkwasser. Wie das (allerdings meist installationsbedingt eingetragene) Kupfer besitzt es eine sehr steile Dosis- /Wirkungskurve, und zwar für Dental- und Knochenfluorose.
Säuglinge und Kleinkinder wären laut WHO vor diesen Schädigungsmöglichkeiten spätestens ab Werten von mehr als 1,5 mg/l Fluorid im Trinkwasser nicht mehr zuverlässig geschützt.
In Deutschland sind Überschreitungen des Grenzwertes der EU für Fluorid (1,5 mg/l) äußerst selten4 .
Infolge von Fehldosierung und technischen Pannen bei der medizinisch motivierten Fluoridierung des Trinkwassers (die aber auch im Osten Deutschlands seit Beginn der 1990er Jahre nicht praktiziert wird) kommt es weltweit immer wieder auch zu anthropogen bedingten und potenziell toxischen Expositionen.
Tumore und Kupfer
Es gibt keinen Tumor, weder bösartig noch gutartig, der kein anorganisches (toxisches) Kupfer – wie mit dem Syncrometer festgestellt - enthält. Anhand von Blutuntersuchungen lässt sich sehr einfach sehen, wie Kupfer aus nicht-Nahrungs-Quellen den Eisenwert des Serums senkt. Letztendlich ist Kupfer tödlich weil ohne genügend Eisen (in der notwendigen reduzierten Form, in der es von Vit.-C gehalten wird) [sowohl] unser Entgiftungssystem versagt, [als auch] die Bildung roter Blutkörperchen abnimmt, [als auch] die Energiegewinnung sich verringert - wir brechen zusammen. (Dr. Hulda R. Clark, Seite 51ff)
Kupfer und Leber
Erhöhte Wochenmittelwerte an Cadmium, Kupfer und Nickel wurden 2007 in Deutschland in 0,1 bis 0,6% der Proben gemessen 4. Sie gehen meist darauf zurück, dass die Eigentümer der Installationen oder die Installateure die allgemein anerkannten Regeln der Technik beim Einbau von Leitungsmaterialien oder Armaturen missachtet haben.
Stagnationswasser aus ordnungsgemäßen Installationen kann ebenfalls erhöhte Nickelgehalte (Grenzwert: 0,020 mg/l), Kupfer (Grenzwert: 2,0 mg/l) oder Cadmium (Grenzwert: 0,005 mg/l) aufweisen. Der Beitrag von Trinkwasser zur Gesamtaufnahme an Cadmium über Nahrung und Getränke ist zwar gering, lässt sich jedoch weiter verringern, wenn für Lebensmittelzwecke nur frisch abgelaufenes Wasser Verwendung findet.
Personen, die gegen Nickel vorsensibilisiert sind, sollten den Kontakt mit Stagnationswasser aus Armaturen vermeiden. Kupfer könnte bei Säuglingen lebertoxisch wirken, deren Nahrung die Eltern entgegen jeder Vernunft regelmäßig mit einem harten Stagnationswasser aus neuen Kupferleitungen zubereiten. Als potenziell schädlich für Säuglinge gilt bereits die regelmäßige Aufnahme weniger mg/l Cu.
Wirtschaftskontrolldienst
Baden-Württembergs Böden des Weinbaus gelten wegen der Kupferbelastung (Kupfervitriol) nach den Richtlinien der Abfallentsorgung als Sondermüll.
Empfehlung des Umweltbundesamtes nach Anhörung der Trinkwasserkommission des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung DOI 10.1007/s00103-003-0787-y
1.2 EG-Richtlinie 98/83 über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch (EG-Trinkwasserrichtlinie) Die Richtlinie über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch 98/83/EG trägt dem o. g. Sachverhalt Rechnung, indem sie für Blei, Kupfer und Nickel die Parameterwerte entsprechend ihrer toxikologischen Begründung auf eine Probe bezieht, …  …
Erläuterung: Die Messergebnisse von Zufallsstichproben für Blei, Kupfer und Nickel im Rahmen der umfassenden Kontrollen dienen zur Erfüllung der Pflichten nach Artikel 7 der EG-Trinkwasserrichtlinie.  …
Diese Situation ist verhältnismäßig häufig für die Parameter Blei und Nickel zu erwarten. Aber auch Absperrarmaturen und Wohnungswasserzähler aus Kupferlegierungen können leicht zu erhöhten Konzentrationen an Blei führen. …
Bewertung Für Neuanlagen sind strengere Maßstäbe anzulegen als für Altanlagen, denn Artikel 10 der EG-Trinkwasserrichtlinie verpflichtet die Mitgliedsstaaten, alle erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um sicherzustellen, dass die für Neuanlagen zur Verteilung von Trinkwasser verwendeten Materialien und die hiermit verbundenen Verunreinigungen im Trinkwasser nicht den in der Richtlinie vorgesehenen Schutz der menschlichen Gesundheit mindern. Dem wird in §17Abs.1 TrinkwV 2001 mit der Anforderung der Berücksichtigung der allgemein anerkannten Regeln der Technik Rechnung getragen.
Für Neuanlagen ist zu fordern, dass in allen Fällen, auch nach einer Verweilzeit des Wassers in der Installation von 4 Stunden, in keiner der Proben die ermittelten Konzentrationen der Parameter Blei, Kupfer und Nickel den jeweiligen Parameterwert überschreiten. Auf dieser Grundlage wurden die Einsatzgrenzen der DIN 50930 Teil 6 festgelegt.
https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/374/dokumente/tw_qualitaet_pb_cu_ni.pdf

Ableitung von Geringfügigkeitsschwellenwerten für das Grundwasser der LAWA
… Geringfügigkeitsschwelle (GFS). Sie bildet die Grenze zwischen einer geringfügigen Veränderung der chemischen Beschaffenheit des Grundwassers und einer schädlichen Verunreinigung.
… Grundlage der vorgenommenen eigenen humantoxikologischen Ableitungen sind vor allem die toxikologischen Basisdaten nach (EI K M A N N e t a l .1 9 9 9 ). Sofern dort keine Informationen vorlagen, wurde auf toxikologische Stoffdaten zurückgegriffen, wie sie bei der Berechnung von Prüfwerten zur Bewertung von Altlasten verwendet worden sind ( U B A 1 9 9 9 ). Darüber hinaus wurden weitere geeignete Quellen wie z. B. die Stoffberichte der WHO (Environmental Health Criteria monographs, http://www.who.int/peh-emf/publications/monographs/en/) oder das Integrated Risk Information System (IRIS, http://www.epa.gov/iris/) der U.S. EPA genutzt. Die im einzelnen ausgewerteten Quellen sind im Falle eigener humantoxikologischer Ableitungen unmittelbar den Datenblättern der Einzelstoffe zu entnehmen. … Der Berechnung einer duldbaren Konzentration
für nicht kanzerogen wirkende Stoffe in Wasser wurde eine tägliche Aufnahme von
2 Litern Wasser und eine Körpermasse von 70 kg zugrunde gelegt.
L A W A 1 9 9 8 a: Länderarbeitsgemeinschaft Wasser: Zielvorgaben zum Schutz oberirdischer Binnengewässer, Band II: Ableitung und Erprobung von Zielvorgaben zum Schutz oberirdischer Binnengewässer für die Schwermetalle Blei, Cadmium, Chrom, Kupfer, Nickel, Quecksilber und Zink. Berlin 1998
Kupfer (Cu) DIN 38406-7-1 DIN 38406-7-2 DIN EN ISO 11885 DIN 38406-29 Flammen-AAS Graphitrohr-AAS ICP-OES ICP-MS 0,1 mg/L 0,002 mg/L 0,01 mg/L 0,001 mg/L
….
Dr. K. Theo von der Trenck Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg
Dr. Michael Altmayer (Obmann) Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
Monika Stübe
Nickel und Kupfer lösen am ehesten Allergien aus.
Kupfer ist nierenschädigend

Kupferrohre nicht für alle Trinkwasserinstallationen geeignet

04/1998, 02.03.1998 BfR

Der Einsatz sollte bei Wasser mit niedrigem pH-Wert vermieden werden
Gemeinsame Information des Umweltbundesamtes (UBA) und des Bundesinstituts für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV)
Kupferrohre sollten nicht für die Trinkwasserinstallation verwendet werden, wenn das Wasser einen niedrigen pH-Wert hat. Dies gilt insbesondere für Hausbrunnen, weil dort vielfach auf eine Aufbereitung des Trinkwassers verzichtet wird. Durch diese Vorsorgemaßnahme lassen sich mögliche Gefahren für die Gesundheit vermeiden. Ein stark erhöhter Kupfergehalt von Trinkwasser wird mit Leberschäden, sogenannten frühkindlichen Leberzirrhosen, bei Säuglingen in Verbindung gebracht. Entsprechend dem Minimierungsgebot sollen grundsätzlich nur Materialien für die Trinkwasserinstallation verwendet werden, aus denen möglichst wenig Stoffe in das Trinkwasser gelangen können. Die örtlichen Wasserversorger geben über pH-Werte und geeignete Werkstoffe Auskunft.
Wichtig ist bei dieser Empfehlung die Unterscheidung zwischen weichen, salzarmen Wässern und Wässern im Härtebereich 4. Bei ersteren ist es möglich, einen hohen pH-Wert, beispielsweise 7,8 und höher, einzustellen. Das wird auch von der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) vorgeschrieben und führt zu einer sehr geringen Kupferbelastung. Dagegen kann bei Wässern im Härtebereich 4 aus technischen Gründen der pH-Wert nicht beliebig angehoben werden, was die Vorschriften der TrinkwV berücksichtigen. Das technische Regelwerk schränkt deshalb für alle Härtebereiche die Verwendung von Kupferrohren auf Wässer mit pH-Werten über 7,0 ein. Nach neueren Erkenntnissen des Umweltbundesamtes, Institut für Wasser-, Boden- und Lufthygiene, sind Kupferrohre für den Härtebereich 4 auch im pH-Bereich zwischen 7,0 und 7,3 nicht in allen Fällen geeignet. Es wird empfohlen, sich in Zweifelsfällen vor der Neuinstallation von Kupferleitungen beim Gesundheitsamt zu erkundigen.
In der Vergangenheit sind wiederholt Fälle frühkindlicher Leberzirrhosen bei Säuglingen beobachtet worden, die auf erhöhte Kupferkonzentrationen von mehr als zehn Milligramm Kupfer pro Liter Wasser zurückgeführt wurden. Bei den bisher klinisch bekannten Fällen wurde Wasser aus Hausbrunnen in Verbindung mit Kupferrohren, Kupferboilern oder Kupfergeschirr verwendet. Aus dem Bereich der öffentlichen Trinkwasserversorgung sind dagegen keine Erkrankungsfälle registriert.
Als gesundheitlich unbedenklich wird nach derzeitigem Wissen eine mittlere Belastung des Trinkwassers mit zwei Milligramm Kupfer pro Liter Wasser (2 mg/l) angesehen. Diesen Wert hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Leitwert bekräftigt. Er ist ebenso Bestandteil des Entwurfs zur Novellierung der europäischen Trinkwasserrichtlinie. Auch neue Auswertungen von Tierversuchen des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes durch das Umweltbundesamt, Institut für Wasser-, Boden- und Lufthygiene, bestätigen: Selbst stark erhöhte Kupferkonzentrationen im Trinkwasser führen nicht unbedingt zu Leberschäden, für die es neben Kupfer zahlreiche weitere mögliche Ursachen gibt.
Nach Auffassung des Umweltbundesamtes (UBA) und des Bundesinstituts für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) ist bei höheren Mittelwerten als 2 mg/l Kupfer der Sicherheitsabstand zu vielleicht gesundheitsschädlichen Konzentrationen nicht ausreichend. Um möglichen Gesundheitsgefahren vorzubeugen, wird deshalb dringend geraten, folgende Hinweise zu beachten:
- Kupfergeschirr ohne Innenbeschichtung aus Zinn oder Edelstahl soll nicht für die Zubereitung von Säuglingsnahrung verwendet werden. Häufig wird solch ungeeignetes Geschirr als Souvenir von Reisen mitgebracht.
- Kupferrohre sind nur dann für Versorgungsanlagen, die an Hausbrunnen angeschlossen sind, geeignet, wenn eine regelmäßige Kontrolle durch das Gesundheitsamt erfolgt und ausdrücklich festgestellt wird, daß keine Bedenken gegen Kupferrohre bestehen.
- Für Warmwasserboiler aus Kupfer gelten die gleichen Einschränkungen wie für Kupferrohre.
- Ein Austausch bestehender Installationen aus Kupfer gegen besser geeignete Werkstoffe ist auch in Versorgungsgebieten mit hartem Wasser und einem pH-Wert unter 7,3 nicht erforderlich, sofern die Vorgaben der Trinkwasserverordnung hinsichtlich des pH-Wertes eingehalten sind. Der Härtebereich und der pH-Wert des Wassers sind in vielen Städten und Gemeinden in der Jahresrechnung des Wasserversorgers aufgeführt; grundsätzlich können sie beim zuständigen Gesundheitsamt oder beim Wasserwerk erfragt werden.
Einige Hersteller von Kupferrohren haben mittlerweile andere Werkstoffe entwickelt. So werden zum Beispiel seit Ende Oktober 1997 innen verzinnte Kupferrohre angeboten. Dieser neue Werkstoff ist nach Herstellerangaben auch für Wässer mit einem pH-Wert unter 7,3 geeignet.
Das Umweltbundesamt appelliert an Handelsketten und Baumärkte, dafür Sorge zu tragen, daß Materialien für Trinkwasserinstallationen nur mit Warnhinweisen und angemessenen Informationen angeboten werden. Für Kupferrohre ist zum Beispiel folgender Warnhinweis angemessen: „Aus gesundheitlichen Gründen dürfen Kupferrohre nicht für Wasser aus Hausbrunnen und nicht für hartes Trinkwasser mit einem pH-Wert unter 7,3 verwendet werden. Gefährdet sind insbesondere Säuglinge".
Außerdem sollte darauf hingewiesen werden, dass das Versorgungsunternehmen oder das Gesundheitsamt Auskunft über geeignete Werkstoffe für Trinkwasserinstallationen im örtlichen Versorgungsgebiet geben und daß nur die vom Versorgungsunternehmen zugelassenen Installateure Neubauten oder Änderungen der Installation vornehmen dürfen.
http://www.bfr.bund.de/de/presseinformation/1998/04/kupferrohre_nicht_fuer_alle_trinkwasserinstallationen_geeignet-841.html


Kupfer als Spurenelement ist Bestandteil zahlreicher wichtiger Enzyme. Es ist notwendig für das blutbildende System sowie für die Bildung von Knochensubstanz und Bindegewebe. Kupfer ist daher als Futtermittelzusatzstoff in der Tierernährung zugelassen. Kupfer fungiert aber auch als Eisenkonkurrent und bewirkt die Erhaltung einer hellen Fleischfarbe, weshalb es in der Vergangenheit zur Kälbermast eingesetzt wurde und möglicherweise immer noch wird. Auch werden ihm leistungsfördernde Effekte zugeschrieben. In der Landwirtschaft werden zudem kupferhaltige Fungizide und Pestizide eingesetzt. Für Rückstände aus einer Pestizidanwendung sind daher seit dem 01.09.2008 nach der Verordnung (EG) Nr. 396/2005 Höchstwerte für Kupfer in tierischen Geweben festgelegt. Da Kupfer aber auch aus zulässigen Futtermittelsupplementierungen herrühren kann, galt zu prüfen, ob erhöhte Kupfergehalte zu beanstanden sind. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) vertritt bezüglich der Überschreitungen des Rückstandshöchstwerts für Kupfer folgenden Standpunkt: „Nach Artikel 3 Absatz 2 Buchstabe c der Verordnung (EG) Nr. 396/2005 umfassen Pestizidrückstände auch Rückstände von in Pflanzenschutzmitteln verwendeten Wirkstoffen, darunter auch insbesondere die Rückstände, die von der Verwendung im Pflanzenschutz, in der Veterinärmedizin oder als Biozidprodukt herrühren können. Daraus, dass die Verordnung (EG) Nr. 1334/2003 Höchstgehalte an Kupfer in Futtermitteln festlegt und die Rückstände von Kupfer in Rinderleber auch aus einer erlaubten Anwendung dieses Stoffes als Futtermittelzusatzstoff herrühren können, ergibt sich aus hiesiger Sicht nichts anderes. Dies wird deutlich, wenn man Artikel 9 Absatz 7 Satz 3 der Verordnung (EG) Nr. 1831/2003 in den Blick nimmt. Danach gilt, wenn für einen bestimmten Stoff eine Rückstandshöchstmenge in anderen Gemeinschaftsvorschriften festgelegt worden ist, diese Rückstandshöchstmenge auch für Rückstände, die sich aus der Verwendung des Stoffes als Futtermittelzusatz ergeben.“ (BMELV, 2012) ….
Die Kommission hat diese Auffassung in einer ersten Reaktion bestätigt. Die zuständigen Behördenmüssen bei einer Überschreitung des Rückstandshöchstwerts Verfolgsuntersuchungen
anstellen, um die Ursache des erhöhten Kupfergehaltes zu ermitteln. …
Die Auswertung der Kupferbefunde ergab eine relativ hohe Anzahl von Höchstgehaltsüberschreitungen. Da der Einsatz von Kupfer als Futterzusatzstoff aber erlaubt ist,
muss ggf. der aus dem Pestizidbereich stammende zulässige Höchstgehalt gegebenenfalls angepasst werden. Bezüglich der Risikobewertung für den Verbraucher wird auf die Stellungnahme des BfR (siehe Abschn. 2.4) verwiesen. …
Kupferbefunde
Höchstgehaltsüberschreitungen gab es bei 42 Leberund 4 Nierenproben von 178 untersuchten Tieren (25,84 %). 39 positive Proben stammten von Mastschweinen, 1 Probe vom Zuchtschwein und 6 Proben von anderen Schweinen. Die Gehalte lagen zwischen 32,4 mg/kg und 300 mg/kg (Mittelwert: 80,62 mg/kg, Median: 65,85 mg/kg) und damit zum Teil deutlich über dem für Leber und Niere zulässigen Höchstgehalt von 30 mg/kg. …
Bei 7 von 31 auf Schwermetalle untersuchten Proben (22,58 %) wurden Rückstände oberhalb des zulässigen Höchstgehaltes gefunden. Drei Leberproben enthielten Kupfer mit Gehalten von 130 mg/kg, 127,7 mg/kg und 43,9 mg/kg, die oberhalb des zulässigen Höchstgehaltes von 30 mg/kg lagen. In einer Nierenprobe wurde Quecksilber und Cadmium mit Gehalten von 0,023 mg/kg
und 3,82 mg/kg nachgewiesen. Eine Leberprobe enthielt 0,057 mg/kg Quecksilber, eine weitere Leberprobe enthielt 1,04 mg/kg Blei und eine Nierenprobe enthielt 1,88 mg/kg Cadmium. Der zulässige Höchstgehalt für Quecksilber liegt bei 0,01 mg/kg, für Cadmium bei 1 mg/kg und für Blei bei 0,5 mg/kg. Als Ursache wird die allgemeine Umweltbelastung angenommen. …
Kupfer wird aus dem Magen und dem Darm absorbiert, die Absorptionsrate beträgt ca. 35 bis 70 % und ist homöostatisch reguliert. Die Leber ist das zentrale Organ des Kupferstoffwechsels, in der Kupfer zum Teil gespeichert wird. Hohe Kupfergehalte finden sich vor allem in der Leber und im Gehirn. Ausgeschieden wird Kupfer zu 80 % über die Galle. …
Kupfer und dessen Verbindungen werden in der Landwirtschaft auch als Pflanzenschutz-mittel verwendet. Die Durchführungsverordnung (EU) Nr. 540/2011 regelt die Anwendung von Kupferverbindungen als Bakterizid und Fungizid im Pflanzenschutz, wobei diese insbesondere im ökologischen Landbau und bei Sonderkulturen wie Wein, Hopfen und Obst verwendet werden. Die Applikation von Reinkupfer im ökologischen Landbau ist auf 6 kg/ha und Jahr reglementiert, diese Anwendung von kupferhaltigen Pflanzenschutzmitteln kann theoretisch über Futtermittel zu einer erhöhten Kupferexposition bei Nutztieren führen, ist aber aktuell vor allem aus Bodenschutzaspekten in der öffentlichen Diskussion.
Wissenschaftlern des Leibniz-Instituts für Altersforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena ist es nun gelungen, die dreidimensionale Struktur der E2-Untereinheit des Amyloid-Vorläufer-Proteins (APP) zu verfeinern und mittels Röntgenkristallographie im Komplex mit verschiedenen Metall-Ionen aufzuklären. Sie entdeckten dabei eine neue Bindestelle für diese Ionen, welche wahrscheinlich als Sensor für z. B. Kupfer oder Zink fungiert.
„Wir erhielten überraschend Kristalle mit gebundenen Kupfer- oder Zink-Ionen; ein Indiz für eine bis dato nicht bekannte Metall-Bindestelle in dem untersuchten Bereich“, berichtet Dr. Manuel Than, Arbeitsgruppenleiter am FLI. Im Vergleich zur Metall-Ionen-freien Form wiesen die durch Röntgenkristallographie ermittelten APP-Strukturen auch eine signifikant andere räumliche Struktur auf und waren weniger flexibel als das ungebundene Protein.

Interessanterweise haben verschiedene Studien nachgewiesen, dass die Konzentration von Cu2+ und Zn2+ im Gehirn von 
Alzheimer-Patienten fehlreguliert ist.

http://www.fli-leibniz.de/news/press_en.php?doc=1590
http://www.microtrace.de/de/metalle-krankheiten-forschung/alzheimer/

‚Chemische Suppe‘: Studie sieht einen Cocktail der „sicheren“ Inhaltsstoffe von Putzmitteln als Krebsauslöser

Eine Taskforce von 174 führenden Wissenschaftlern aus 28 Ländern erarbeitete diese Studie, die im Journal Carcinogenesis veröffentlicht wurde. Sie fanden heraus, dass Chemikalien, die angeblich für Menschen sicher sind, sich in Kombination zu einer tödlichen und krebserregenden Mischung entwickeln können.
Die Wissenschaftler untersuchten 85 prototypische Chemikalien, die als nicht kanzerogen für Menschen gelten. Sie analysierten deren Wirkung im Zusammenhang mit einer Liste von Mechanismen, die mit der Krebsentwicklung in Verbindung stehen. Fünfzig der Stoffe erwiesen sich dabei als potentiell krebsauslösend, da sie in der Lage waren, diese Mechanismen anzustoßen – selbst wenn es nur sehr geringe Werte waren, die im Falle des Auftretens der individuellen Chemikalien keinerlei Schäden verursachen. Diese Chemikalien sind „gängig und unvermeidbar“, da man sie in allen normalen Produkten im Haushalt findet: Kosmetika, Textilien, Nahrung und Farben.
Zu den aufgeführten Substanzen gehören
– Nanopartikel von Titan-Dioxid, die z.B. in Sonnenschutzmitteln und Farbstoffen zu finden sind,
– Acrylamide, die in Bratkartoffeln enthalten sein können,
– Triclosan, oft in antibakteriellen Handwaschmitteln zu finden sowie
– Phthalates, das in Plastik auftaucht.
– 
Kupfer, Quecksilber und Blei wurden ebenfalls genannt.


Bei Morbus Wilson sammelt sich überschüssiges Kupfer im Gehirn von subkortikalen Kernen. Es kann mit dem Medikament Unithiol ausgeleitet werden.

Toxische Wirkungen beim Menschen – Kupfer (I) •
Absorption v. a. im Dünndarm, geringerer Anteil im Magen • Prozentsatz der Absorption nimmt mit steigender Zufuhr ab • Transport in die Leber; dort Speicherung oder Einbau in neusynthetisierte Proteine • Regulation der Homöostase über einen breiten Aufnahmebereich (0,8-5,5 mg/Tag) • Exkretion hauptsächlich über die Galle / Faeces Toxizität ist u.a. abhängig von  Spezies  Zink, Eisen, Molybdän in der Diät  Chemische Verbindung  

 • gastrointestinale Irritationen, Übelkeit, Erbrechen, Diarrhö • NOAEL 0,0272 mg/kg KG/Tag (Aufnahmemenge ohne gesundheitl. Beeinträchtigung) • minimal risk level 0,01 mg/kg KG/Tag für die Aufnahme mit Trinkwasser zusätzlich zu einer normalen Kupferaufnahme mit der Nahrung (ATSDR 2004) • tödliche orale Dosis 200 mg/kg Körpergewicht (WHO 1993) Toxische Wirkungen beim Menschen – Kupfer (II)  Akute Toxizität • NOAEL Mensch 10 mg Kupfer/Tag, Endpunkte Lebereffekte, gastroint. Störungen etc. FNB 2001 • Effekte bei chronischer Überversorgung: gastrointestinale Störungen, Zufuhr 15-75 mg • bei Aufnahme mit Trinkwasser Effekte ab 5-6 mg/Tag  keine Hinweise auf Humankanzerogenität  keine Hinweise auf Reproduktionstoxizität beim Menschen  Kupfer – Toxikologie (III)  Genotoxizität Datenbasis nicht ausreichend  Kanzerogenität • keine Hinweise auf Kanzerogenität im Tierversuch • nur für Kupfer(II)8-hydroxyquinolin IARC Klassifizierung vorhanden: IARC Gruppe 3 (nicht klassifizierbar bezüglich Kanzerogenität für den Menschen)  Reproduktionstoxizität im Tierversuch bei hohen Dosen (12 mg/kg und höher) • Effekte auf Fortpflanzungsorgane (Gewicht/Histologie) • embryotoxische / fötotoxische Wirkung
 erst eine chronisch erhöhte Aufnahme von mehr als 5 mg/d (upper intake level, UL, für Erwachsene) kann bei Kupfer zu gastrointestinalen Störungen und Lebertoxizität führen
Fluorid: Ähnlich wie As ist geogenes Fluorid eine der weltweit bedenklichsten chemisch-toxischen Noxen im Trinkwasser. Wie das (allerdings meist installationsbedingt eingetragene) Kupfer besitzt es eine sehr steile Dosis- /Wirkungskurve, und zwar für Dental- und Knochenfluorose.
Säuglinge und Kleinkinder wären laut WHO vor diesen Schädigungsmöglichkeiten spätestens ab Werten von mehr als 1,5 mg/l Fluorid im Trinkwasser nicht mehr zuverlässig geschützt.
In Deutschland sind Überschreitungen des Grenzwertes der EU für Fluorid (1,5 mg/l) äußerst selten4 .
Infolge von Fehldosierung und technischen Pannen bei der medizinisch motivierten Fluoridierung des Trinkwassers (die aber auch im Osten Deutschlands seit Beginn der 1990er Jahre nicht praktiziert wird) kommt es weltweit immer wieder auch zu anthropogen
bedingten und potenziell toxischen Expositionen.

Es gibt keinen Tumor, weder bösartig noch gutartig, der kein anorganisches (toxisches) Kupfer – wie mit dem Syncrometer festgestellt - enthält. Anhand von Blutuntersuchungen lässt sich sehr einfach sehen, wie Kupfer aus nicht-Nahrungs-Quellen den Eisenwert des Serums senkt. Letztendlich ist Kupfer tödlich weil ohne genügend Eisen (in der notwendigen reduzierten Form, in der es von Vit.-C gehalten wird) [sowohl] unser Entgiftungssystem versagt, [als auch] die Bildung roter Blutkörperchen abnimmt, [als auch] die Energiegewinnung sich verringert - wir brechen zusammen. (Dr. Hulda R. Clark, Seite 51ff)


Nickel, Cadmium, Kupfer: Erhöhte Wochenmittelwerte an Cadmium, Kupfer und
Nickel wurden 2007 in Deutschland in 0,1 bis 0,6% der Proben gemessen4. Sie gehen meist darauf zurück, dass die Eigentümer der Installationen oder die Installateure
die allgemein anerkannten Regeln der Technik beim Einbau von Leitungsmaterialien oder Armaturen missachtet haben.
Stagnationswasser aus ordnungsgemäßen Installationen kann ebenfalls erhöhte Nickelgehalte (Grenzwert: 0,020 mg/l), Kupfer (Grenzwert: 2,0 mg/l) oder Cadmium (Grenzwert: 0,005 mg/l) aufweisen. Der Beitrag von Trinkwasser zur Gesamtaufnahme an Cadmium
über Nahrung und Getränke ist zwar gering, lässt sich jedoch weiter verringern, wenn für Lebensmittelzwecke nur frisch abgelaufenes Wasser Verwendung findet.
Personen, die gegen Nickel vorsensibilisiert sind, sollten den Kontakt mit Stagnationswasser aus Armaturen vermeiden. Kupfer könnte bei Säuglingen lebertoxisch wirken, deren Nahrung die Eltern entgegen jeder Vernunft regelmäßig mit einem harten Stagnationswasser
aus neuen Kupferleitungen zubereitenAls potenziell schädlich für Säuglinge gilt bereits die regelmäßige Aufnahme weniger mg/l Cu.

Wirtschaftskontrolldienst
Baden-Württembergs Böden des Weinbaus gelten wegen der Kupferbelastung (Kupfervitriol) nach den Richtlinien der Abfallentsorgung als Sondermüll.

Empfehlung des Umweltbundesamtes nach Anhörung der Trinkwasserkommission des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung DOI 10.1007/s00103-003-0787-y

1.2 EG-Richtlinie 98/83 über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch (EG-Trinkwasserrichtlinie) Die Richtlinie über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch 98/83/EG trägt dem o. g. Sachverhalt Rechnung, indem sie für Blei, Kupfer und Nickel die Parameterwerte entsprechend ihrer toxikologischen Begründung auf eine Probe bezieht, …
Erläuterung: Die Messergebnisse von Zufallsstichproben für Blei, Kupfer und Nickel im Rahmen der umfassenden Kontrollen dienen zur Erfüllung der Pflichten nach Artikel 7 der EG-Trinkwasserrichtlinie.
Diese Situation ist verhältnismäßig häufig für die Parameter Blei und Nickel zu erwarten. Aber auch Absperrarmaturen und Wohnungswasserzähler aus Kupferlegierungen können leicht zu erhöhten Konzentrationen an Blei führen.
Bewertung Für Neuanlagen sind strengere Maßstäbe anzulegen als für Altanlagen, denn Artikel 10 der EG-Trinkwasserrichtlinie verpflichtet die Mitgliedsstaaten, alle erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um sicherzustellen, dass die für Neuanlagen zur Verteilung von Trinkwasser verwendeten Materialien und die hiermit verbundenen Verunreinigungen im Trinkwasser nicht den in der Richtlinie vorgesehenen Schutz der menschlichen Gesundheit mindern. Dem wird in §17Abs.1 TrinkwV 2001 mit der Anforderung der Berücksichtigung der allgemein anerkannten Regeln der Technik Rechnung getragen.
Für Neuanlagen ist zu fordern, dass in allen Fällen, auch nach einer Verweilzeit des Wassers in der Installation von 4 Stunden, in keiner der Proben die ermittelten Konzentrationen der Parameter Blei, Kupfer und Nickel den jeweiligen Parameterwert überschreiten. Auf dieser Grundlage wurden die Einsatzgrenzen der DIN 50930 Teil 6 festgelegt.
https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/374/dokumente/tw_qualitaet_pb_cu_ni.pdf

Ableitung von Geringfügigkeitsschwellenwerten für das Grundwasser der LAWA

… Geringfügigkeitsschwelle (GFS). Sie bildet die Grenze zwischen einer geringfügigen Veränderung der chemischen Beschaffenheit des Grundwassers und einer schädlichen Verunreinigung.
 Grundlage der vorgenommenen eigenen humantoxikologischen Ableitungen sind vor allem die toxikologischen Basisdaten nach (EI K M A N N e t a l .1 9 9 9 ). Sofern dort keine Informationen vorlagen, wurde auf toxikologische Stoffdaten zurückgegriffen, wie sie bei der Berechnung von Prüfwerten zur Bewertung von Altlasten verwendet worden sind ( U B A 1 9 9 9 ). Darüber hinaus wurden weitere geeignete Quellen wie z. B. die Stoffberichte der WHO (Environmental Health Criteria monographs, http://www.who.int/peh-emf/publications/monographs/en/) oder das Integrated Risk Information System (IRIS, http://www.epa.gov/iris/) der U.S. EPA genutzt. Die im einzelnen ausgewerteten Quellen sind im Falle eigener humantoxikologischer Ableitungen unmittelbar den Datenblättern der Einzelstoffe zu entnehmen. … Der Berechnung einer duldbaren Konzentration
für nicht kanzerogen wirkende Stoffe in Wasser wurde eine tägliche Aufnahme von
2 Litern Wasser und eine Körpermasse von 70 kg zugrunde gelegt.
L A W A 1 9 9 8 a: Länderarbeitsgemeinschaft Wasser: Zielvorgaben zum Schutz oberirdischer Binnengewässer, Band II: Ableitung und Erprobung von Zielvorgaben zum Schutz oberirdischer Binnengewässer für die Schwermetalle Blei, Cadmium, Chrom, Kupfer, Nickel, Quecksilber und Zink. Berlin 1998
Kupfer (Cu) DIN 38406-7-1 DIN 38406-7-2 DIN EN ISO 11885 DIN 38406-29 Flammen-AAS Graphitrohr-AAS ICP-OES ICP-MS 0,1 mg/L 0,002 mg/L 0,01 mg/L 0,001 mg/L
….
Dr. K. Theo von der Trenck Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg
Dr. Michael Altmayer (Obmann) Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz


Monika Stübe
Nickel und Kupfer lösen am ehesten Allergien aus.
Kupfer ist nierenschädigend

Kupferrohre nicht für alle Trinkwasserinstallationen geeignet

04/1998, 02.03.1998 BfR

Der Einsatz sollte bei Wasser mit niedrigem pH-Wert vermieden werden
Gemeinsame Information des Umweltbundesamtes (UBA) und des Bundesinstituts für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV)
Kupferrohre sollten nicht für die Trinkwasserinstallation verwendet werden, wenn das Wasser einen niedrigen pH-Wert hat. Dies gilt insbesondere für Hausbrunnen, weil dort vielfach auf eine Aufbereitung des Trinkwassers verzichtet wird. Durch diese Vorsorgemaßnahme lassen sich mögliche Gefahren für die Gesundheit vermeiden. Ein stark erhöhter Kupfergehalt von Trinkwasser wird mit Leberschäden, sogenannten frühkindlichen Leberzirrhosen, bei Säuglingen in Verbindung gebracht. Entsprechend dem Minimierungsgebot sollen grundsätzlich nur Materialien für die Trinkwasserinstallation verwendet werden, aus denen möglichst wenig Stoffe in das Trinkwasser gelangen können. Die örtlichen Wasserversorger geben über pH-Werte und geeignete Werkstoffe Auskunft.
Wichtig ist bei dieser Empfehlung die Unterscheidung zwischen weichen, salzarmen Wässern und Wässern im Härtebereich 4. Bei ersteren ist es möglich, einen hohen pH-Wert, beispielsweise 7,8 und höher, einzustellen. Das wird auch von der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) vorgeschrieben und führt zu einer sehr geringen Kupferbelastung. Dagegen kann bei Wässern im Härtebereich 4 aus technischen Gründen der pH-Wert nicht beliebig angehoben werden, was die Vorschriften der TrinkwV berücksichtigen. Das technische Regelwerk schränkt deshalb für alle Härtebereiche die Verwendung von Kupferrohren auf Wässer mit pH-Werten über 7,0 ein. Nach neueren Erkenntnissen des Umweltbundesamtes, Institut für Wasser-, Boden- und Lufthygiene, sind Kupferrohre für den Härtebereich 4 auch im pH-Bereich zwischen 7,0 und 7,3 nicht in allen Fällen geeignet. Es wird empfohlen, sich in Zweifelsfällen vor der Neuinstallation von Kupferleitungen beim Gesundheitsamt zu erkundigen.
In der Vergangenheit sind wiederholt Fälle frühkindlicher Leberzirrhosen bei Säuglingen beobachtet worden, die auf erhöhte Kupferkonzentrationen von mehr als zehn Milligramm Kupfer pro Liter Wasser zurückgeführt wurden. Bei den bisher klinisch bekannten Fällen wurde Wasser aus Hausbrunnen in Verbindung mit Kupferrohren, Kupferboilern oder Kupfergeschirr verwendet. Aus dem Bereich der öffentlichen Trinkwasserversorgung sind dagegen keine Erkrankungsfälle registriert.
Als gesundheitlich unbedenklich wird nach derzeitigem Wissen eine mittlere Belastung des Trinkwassers mit zwei Milligramm Kupfer pro Liter Wasser (2 mg/l) angesehen. Diesen Wert hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Leitwert bekräftigt. Er ist ebenso Bestandteil des Entwurfs zur Novellierung der europäischen Trinkwasserrichtlinie. Auch neue Auswertungen von Tierversuchen des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes durch das Umweltbundesamt, Institut für Wasser-, Boden- und Lufthygiene, bestätigen: Selbst stark erhöhte Kupferkonzentrationen im Trinkwasser führen nicht unbedingt zu Leberschäden, für die es neben Kupfer zahlreiche weitere mögliche Ursachen gibt.
Nach Auffassung des Umweltbundesamtes (UBA) und des Bundesinstituts für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) ist bei höheren Mittelwerten als 2 mg/l Kupfer der Sicherheitsabstand zu vielleicht gesundheitsschädlichen Konzentrationen nicht ausreichend. Um möglichen Gesundheitsgefahren vorzubeugen, wird deshalb dringend geraten, folgende Hinweise zu beachten:
- Kupfergeschirr ohne Innenbeschichtung aus Zinn oder Edelstahl soll nicht für die Zubereitung von Säuglingsnahrung verwendet werden. Häufig wird solch ungeeignetes Geschirr als Souvenir von Reisen mitgebracht.
- Kupferrohre sind nur dann für Versorgungsanlagen, die an Hausbrunnen angeschlossen sind, geeignet, wenn eine regelmäßige Kontrolle durch das Gesundheitsamt erfolgt und ausdrücklich festgestellt wird, daß keine Bedenken gegen Kupferrohre bestehen.
- Für Warmwasserboiler aus Kupfer gelten die gleichen Einschränkungen wie für Kupferrohre.
- Ein Austausch bestehender Installationen aus Kupfer gegen besser geeignete Werkstoffe ist auch in Versorgungsgebieten mit hartem Wasser und einem pH-Wert unter 7,3 nicht erforderlich, sofern die Vorgaben der Trinkwasserverordnung hinsichtlich des pH-Wertes eingehalten sind. Der Härtebereich und der pH-Wert des Wassers sind in vielen Städten und Gemeinden in der Jahresrechnung des Wasserversorgers aufgeführt; grundsätzlich können sie beim zuständigen Gesundheitsamt oder beim Wasserwerk erfragt werden.
Einige Hersteller von Kupferrohren haben mittlerweile andere Werkstoffe entwickelt. So werden zum Beispiel seit Ende Oktober 1997 innen verzinnte Kupferrohre angeboten. Dieser neue Werkstoff ist nach Herstellerangaben auch für Wässer mit einem pH-Wert unter 7,3 geeignet.
Das Umweltbundesamt appelliert an Handelsketten und Baumärkte, dafür Sorge zu tragen, daß Materialien für Trinkwasserinstallationen nur mit Warnhinweisen und angemessenen Informationen angeboten werden. Für Kupferrohre ist zum Beispiel folgender Warnhinweis angemessen: „Aus gesundheitlichen Gründen dürfen Kupferrohre nicht für Wasser aus Hausbrunnen und nicht für hartes Trinkwasser mit einem pH-Wert unter 7,3 verwendet werden. Gefährdet sind insbesondere Säuglinge".
Außerdem sollte darauf hingewiesen werden, dass das Versorgungsunternehmen oder das Gesundheitsamt Auskunft über geeignete Werkstoffe für Trinkwasserinstallationen im örtlichen Versorgungsgebiet geben und daß nur die vom Versorgungsunternehmen zugelassenen Installateure Neubauten oder Änderungen der Installation vornehmen dürfen.

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