Montag, 22. Februar 2016

Zahnersatzstoffe

Quecksilber ist im Zellversuch mehrfach toxischer als andere Metalle und 100-800 fach giftiger als Kunststoffbestandteile von Zahnersatzstoffen. (Dr. Mutter, Laß nicht nicht vergiften, S.28)

 

Allergiegefahr bei Kunststoffen

Einzelne Kunststoffe können als Zahnfüllungen Allergien auslösen. Davor warnt Professor Franz-Xaver Reichl vom Institut für Pharmakologie und Toxikologie an der Universität München. Besonders Kunststoffmaterialien auf der Basis von Meth-Methylacrylaten (TEGDMA, HEMA, BIS-GMA..... usw.) seien nach seinen Erkenntnissen bedenklich. Die Allergie tritt häufig erst nach einigen Jahren auf und bleibt danach oft ein Leben lang erhalten. Die Symptome reichen von Asthmaanfällen über Hautausschläge bis hin zu Entzündungen an der Mundschleimhaut. Auch Zahnärzte und ihre Mitarbeiter leiden unter solchen Allergien. Diese Kunststoffe können ohne weiteres die Latex-Handschuh-Barriere durchdringen. Die einzige Therapie besteht bis heute in der Entfernung dieser Kunststoffe aus den Zähnen. Reichl empfiehlt deshalb, alle Kunststoffe vor dem Einsetzen auf die individuelle Verträglichkeit zu testen und ggf. Kunststoffe zu verwenden, die bestimmte Methacrylat-Substanzen bei der Freisetzung nicht absondern.http://www.hamburg-zahnarzt.net/allergiegefahr-bei-kunststoff


Empfohlene Kunststoffe

Kunststoffe sollten generell mit dem LTT-Test vor dem Einbringen getestet werden. Die Sensivität des LTT-Testes ist der des Epicutan-Testes überlegen. Leider erkennt die Krankenkasse den LLT-Test nicht an (Stand 2016). Für Ihre Gesundheit ist er jedoch unerlässlich.

Aufgrund der Ergebnisse eines LTT-Testes auf Kunststoffe empfiehlt uns ein kompetenter Zahnarzt den Kunststoff ELS (Saremco Dental AG). Er kommt aufgrund der Testergebnisse als einzig mögliche Füllungstherapie in Betracht.

Generell darauf achten, dass wenig oder kein Acrylat und Bisphenol enthalten ist.

Kleber für Kronen können Aluminium, Zinn ... enthalten.

Temp Bond ist ein Kleber für das Provisorium auf Basis von Zinkacetat, das von der EU als gesundheitsgefährlich eingestuft wird, aber in Dt in Kaugummis zugelassen ist. Bisher haben wir noch keinen besseren Kleber gefunden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Zinkacetat
http://www.kerrdental.de/media/135207/Temp_Bond_NE_Accelerator.pdf Sicherheitsdatenblatt

Dr. Mutter, Lass dich nicht vergiften: Als Provisorium Naturzement, dann 6-24 Monate später Zirkonoxid, welches mit Zement anstelle potentiell giftiger Kunststoffkleber befestigt werden kann.

Stiftzähne, Implantate


In der Schweiz gibt es Implantate aus Keramik (Glasmonomere).
http://www.symptome.ch/vbboard/amalgam-entfernung/65486-amalgamentfernung-hilfe-welche-fuellungen-anzuraten.html?trackclicks=118997-65486

Dr. Mutter empfiehlt Zirkonoxidkeramik, das gleich haltbar ist wie Titan.


DIE WELT
Künstliche Zähne ohne Metall
Von Norbert Lossau | Veröffentlicht am 17.11.2005
Deutscher Zahnarzt will die Zahnmedizin mit Implantaten aus Zirkon-Keramik revolutionieren

In Deutschland werden jährlich rund 300 000 Kunstzähne implantiert. Dabei wird in den Kieferknochen unter der Zahnlücke zunächst ein Loch gefräst, in das dann ein Metallstift aus Titan eingesetzt wird. Nachdem dieser Stift fest mit dem Knochen verwachsen ist - was einige Monate Zeit in Anspruch nimmt - kann man dann darauf über weitere metallische Zwischenstücke eine keramische Zahnkrone aufsetzen.

Der Zahnarzt Ulrich Volz (41) von der Bodensee-Zahnklinik in Meersburg ist jedoch davon überzeugt, daß diese Methode der Zahnimplantation bereits in wenigen Jahren der Vergangenheit angehören wird: "Ich erwarte, wie die meisten anderen Branchenexperten, daß in fünf Jahren kaum ein Patient mehr metallische Implantate akzeptieren wird." Die Worte kommen aus dem Munde eines Mannes, der selber eine Alternative zu den bislang verwendeten Zahnimplantaten aus Titan entwickelt hat: Kunstzähne, die vollständig aus keramischen Zirkonoxid bestehen und deutlich härter und biegefester sind als Titan. Bereits 1000 Patienten hat Volz die von ihm erfundenen Kunstzähne erfolgreich implantiert. Sie sind das weltweit erste zugelassene und zertifizierte metallfreie Keramik-Implantat-System.

Hochbelastbare Zirkonoxid-Keramiken kommen in der Medizin schon seit vielen Jahren zum Einsatz - zum Beispiel bei künstlichen Hüftgelenken, implantierten Medikamententrägern oder bei Zahnkronen und -brücken. Doch an eine Anwendung als Material für Zahnimplantate hatte sich vor Volz noch keiner herangewagt. Nach ersten Erfolgen mit den innovativen Keramikzähnen, hat Volz im vergangenen Jahr sogar eine eigene Firma gegründet, die keramische Zahnimplantate produziert.

Zirkonoxid sei der Beschaffenheit von Zähnen wesentlich ähnlicher als das bislang verwendete Titan, erläutert Volz, der 1991 der jüngste Zahnarzt Deutschlands war. Nach der Implantation wachse das Zahnfleisch am Keramik-Implantat hoch wie an einem natürlichen Zahn. Auch die Gefahr von Entzündungen sei durch das neue Material deutlich reduziert. In diesem Punkt sind die künstlichen Keramikzähne erstaunlicherweise sogar zahnfleischfreundlicher als gesunde Zähne.

Die Bruchstabilität der Zirkonkeramik ist drei- bis viermal besser als bei Titan. Die Assoziation von Keramik mit spröde und zerbrechlich gilt zumindest für diese High-Tech-Keramiken nicht. Zirkonkeramik ist so hart, daß man mit Messern aus diesem Material sogar Stahl schneiden kann. Sie kommt beispielsweise in den Hitzeschutzschilden der amerikanischen Raumfähren zum Einsatz oder in Bremsbelägen von Sportwagen. Bislang kam es noch bei keinem der implantierten Keramikzähne zu einem Bruch - mit einer einzigen Ausnahme, die jedoch durch einen Unfall verursacht wurde.

Die von Volz entwickelten biokompatiblen Keramikzähne bestehen inklusive der Verankerung im Knochen aus einem einzigen Stück. Daher lassen sie sich mit einer einzigen Operation implantieren. Beim herkömmlichen Titansystem sind hingegen insgesamt drei Sitzungen notwendig.

Ein weiterer Vorteil der Keramik-Implantate ist ihre Farbe: ein helles Weiß. Normalerweise sind die Implantate zwar vom Zahnfleisch bedeckt und damit unsichtbar. Sollte es jedoch im Laufe der Jahre zu einer Parodontose und einem Rückgang des Zahnfleischs kommen, so ist eine helle Keramik ästhetischer als ein metallisch schimmernder Bolzen. Und ein dünn gewordenes Zahnfleisch erscheint dann immer noch hell.

Volz schätzt, daß rund ein halbes Prozent aller Patienten auf ein Titanimplantat allergisch reagiert. Dieses Metall könne mit seinen freien Elektronen an Stoffwechselprozessen teilnehmen und damit in seltenen Fällen zu Unverträglichkeitsreaktionen führen. Demgegenüber habe sich Zirkonoxid als absolut bio-inert erwiesen. Allergische Reaktionen auf Zirkonkeramik seien gänzlich unbekannt.

Die Herstellung von Implantaten aus Zirkonoxid ist indes deutlich aufwendiger, als im Falle von Titan. Dieses Metall läßt sich einfach verarbeiten, so daß sich die Herstellungskosten auf nur 1,50 Euro belaufen. "Das Produzieren von Keramik-Implantaten ist hingegen hundertmal teurer", erklärt Volz, da sich die extrem harte Keramik nur mit Hilfe von Diamantwerkzeugen bearbeiten läßt. Trotzdem sei unter dem Strich das Implantieren der Keramikzähne nicht teurer als bei der herkömmlichen Titanmethode, weil andererseits eben Arbeitszeit des Operateurs und Zahnarztes eingespart wird.

Um die keramischen Implantate vermarkten zu können, mußte Volz ein neues Verfahren zur Sterilisation zertifizieren lassen. Die übliche Gammabestrahlung ist nämlich nicht möglich, weil sich dadurch die Keramik lila verfärbt. Die neuen Implantate werden nun also mit heißem Wasserdampf sterilisiert.
https://www.welt.de/print-welt/article178598/Kuenstliche-Zaehne-ohne-Metall.html
































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